[:]Ferrari 250 Testa Rossa Pontoon Fender
Der Ferrari Testa Rossa, zu Deutsch Rotschopf, verdankt seinen Namen den rot lackierten Ventilhauben seines Zwölfzylinder-V-Motors. Er verhalf Ferrari zu mehreren Weltmeistertiteln und drei bedeutenden Le-Mans-Siegen in den Jahren 1958, 1960 sowie 1961 und ging als einer der rassigsten, erfolgreichsten Rennsportwagen aller Zeiten in die Geschichte ein.
Der Ferrari Testa Rossa, brachiale Kraft gepaart mit unglaublichen Eleganz und Schönheit übt auf Rennsport-Enthusiasten eine unbeschreibliche Faszination aus, die bis heute ungebrochen ist. Sergio Scaglietti, begnadeter italienischer Automobil- Designer, ließ sich von der Formel 1 inspirieren, als er die Karosserie entwarf, deren Schnauze das Erscheinungsbild des Boliden entscheidend prägt und die dementsprechend für Furore sorgte. Auffallend sind auch die stark eingezogenen vorderen Kotflügel, die der besseren Kühlung der Trommelbremsen dienen. Deshalb sprach man alsbald in der internationalen Rennszene nur noch vom Ferrari 250 Testa Rossa Pontoon Fender.
Insgesamt wurden 19 Fahrzeuge an private Rennställe abgegeben und vier weitere von der Ferrari Scuderia als Werksrennwagen eingesetzt. Hinter der Chassis-Nr. 0714 verbirgt sich das zweite an einen Privatkunden ausgelieferte Fahrzeug dieses Typs. Piero Drogo aus Venezuela übernahm den Testa Rossa Anfang Dezember 1957 in Modena / Italien mit dem Ziel, ihn bei möglichst vielen Rennveranstaltungen erfolgreich einzusetzen. Als erste Maßnahme ließ er an der Karosserie unterhalb der Türen eine Lufteintrittshutze anbringen, die eine verbesserte Kühlung der Hinterrad-Bremstrommeln bewirken sollte. Seit seinem ersten Renneinsatz in Buenos Aires / Argentinien im Januar 1958 ist inzwischen ein halbes Jahrhundert vergangen. In dieser Zeit konnte man den „Rotkopf“ auf unzähligen Rennen und Repräsentationsveranstaltungen sehen, sodass man heute mit Fug und Recht vom populärsten und erfolgreichsten Ferrari aller Zeiten sprechen kann, der wohl kaum mehr zu toppen sein dürfte.
(Quelle: Exklusive Automobilmodelle Baden-Baden)
Das Modell hier hat CMC im Maßstab 1:18 aus über 1600 Einzelteilen nachgebaut. Bei einer Auktion in Maranello wurde der Pontoon Fender für 9,04 Millionen Euro verkauft. Damit gilt dieser Ferrari als teurestes Auto der Welt.
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